23. September 2013
Das Poker-Face ist sicherlich vielen Menschen ein Begriff.
Aber Poker-Spieler sollten wohl nicht nur auf ihr Gesicht achten, sondern auch auf ihre Arme. Das schreiben US-Forscher im Fachjournal "Psychological Science". Ihre Untersuchungen zeigten, dass die Bewegung, mit der ein Pokerspieler seinen Einsatz in die Mitte schiebt, ebenfalls sein Vertrauen ins eigene Blatt widerspiegele. Das gelte selbst für Poker-Profis.
Die Forscher hatten bei einem Pokerturnier das Verhalten professioneller Spieler gefilmt. Diese Aufnahmen schnitten sie zu kurzen Videos zusammen. Knapp 80 Testpersonen sollten dann einschätzen, wie zuversichtlich der Spieler auf sie wirkte. Sahen die Probanden nur die Arme der Spieler, lagen sie häufig richtig mit ihrer Einschätzung.
Es ist bekannt, dass psychische Anspannung die Geschmeidigkeit von Körperbewegungen stört. Tatsächlich bestätigte sich, dass Spieler mit besseren Karten zuversichtlicher wirken und mit weicheren, ruhigeren Bewegungen agieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)