23. September 2013

Regenwürmer im Trockenen: Tiere retten sich durch Sommerschlaf

Regenwürmer mögen es gerne feuchtfröhlich.

Aber die Tiere kommen auch mit Trockenheit erstaunlich gut zurecht. Ihr Trick ist es, in eine Art Sommerschlaf zu fallen. Wissenschaftler der Colorado State Universität haben dieses Phänomen jetzt genauer untersucht. Sie setzten Regenwürmer im Labor in für sie ungewohnte sandige Lehmböden und befeuchteten die Erde. Dann gossen sie einige Böden weiter, andere ließen sie vertrockenen. Aber auch nach drei Wochen waren nur 14 Prozent der Tiere gestorben.

Die Regenwürmer mit nur wenig Wasser waren in eine Art Starre verfallen. Nachdem die Böden wieder gegossen wurden, erholten sich die Überlebenden wieder.

Die US-Wissenschaftler wollen jetzt im Freiland weiterforschen. Sie hoffen, dass Regenwürmer dazu beitragen können, trockene Böden fruchtbarer zu machen. Der Kot der Würmer ist sehr nahrhaft für Pflanzen. Außerdem durchmischen die die Böden und sorgen für mehr Durchlüftung.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)