24. September 2013
Kleine Babys haben einen ganz eigenen Geruch.
Und dieser ist offenbar auch für die Mutter-Kind-Bindung mitverantwortlich: Die Experimente kanadischer Forscher zeigen: Der Babyduft aktiviert Belohnungssysteme im Gehirn von den Müttern Neugeborener. Vergleichbare Effekte sind den Wissenschaftlern zufolge auch am Genuss-Gefühl beim Essen oder bei Drogenkonsum beteiligt.
Für die Studie ließen die Forscher zwei Gruppen von jeweils 15 Frauen an Stramplern von Neugeborenen riechen - die einen waren junge Mütter, die anderen kinderlos. Während des Schnüffelns wurden die Frauen mit der funktionellen Magnetresonanztomographie untersucht. Das Verfahren kann die Aktivität bestimmter Hirnbereiche grafisch aufzeigen.
Das Ergebnis der Hirnscans beschreiben die Forscher in einem Fachmagazin ("Frontiers in Psychology"): Bei den Müttern wurde demnach der sogenannte Nucleus caudatus durch den Babyduft aktiviert, bei den kinderlosen Frauen dagegen nicht. Die Hirnregion spielt unter anderem eine Rolle bei angenehmen Empfindungen und dem Belohnungsystem. Den Forschern zufolge verstärkt der Babyduft bei Müttern die Motivation für fürsorgliches Verhalten.
http://www.frontiersin.org/Journal/10.3389/fpsyg.2013.00597/full#h2
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)