24. September 2013
Ein starker Aufprall, Krach, Rauch, Verletzungen - vielleicht sogar Todesangst: Kinder können nach einem Unfall ebenso ein seelisches Trauma entwickeln wie Erwachsene.
Forscher der Universität Zürich melden, dass sie erstmals eine strukturierte Methode entwickelt haben, wie bei kleinen Kindern eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert werden kann - und zwar direkt nach dem Unfall. Das würde eine schnelle Behandlung ermöglichen und vermeiden, dass das Trauma sich verfestigen kann.
Die Wissenschaftler befragten nach eigenen Angaben insgesamt 134 Eltern von zwei- bis sechsjährigen Kindern in den ersten Tagen nach dem Unfall nach Verhaltensänderungen. 85 Prozent der untersuchten Kinder, die nach einem halben Jahr ein Trauma entwickelten, habe man so bereits eine Woche nach dem Unfall identifizieren können. Jetzt wollen die Wissenschaftler ihren Fragebogen in eine App integrieren - so könnten schon Erstversorger, oder auch Kinderärzte und Pflegepersonal den Test leicht durchführen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)