24. September 2013
Es gibt offenbar einen Zusammenhang zwischen der Zahl der Todesopfer nach einem Hurrikan und dem Bildungsniveau der Bevölkerung.
Diesen wollen [Forscher aus Österreich|http://www.iiasa.ac.at/web/home/resources/mediacenter/FeatureArticles/After-the-storm.en.html ] ausgemacht haben. Wie sie in der Fachzeitschrift "Ecology and Society" schreiben, kann ein Land Naturkatastrophen besser verwinden, je höher das Bildungsniveau des Landes ist.
Für ihre Studie konzentrierten sich die Wissenschaftler auf Kuba, Haiti und die Dominikanische Republik. Vor neun Jahren verwüstete ein Hurrikan alle drei Länder. In Haiti kamen damals 2.700 Menschen ums Leben, in der Dominikanischen Republik 20. Auf Kuba gab es keine Toten.
Die Feldstudien haben den Forschern zufolge ergeben, dass Bildung ein entscheidendes Element im Frühwarnsystem sei. Bildung schafft demnach Bewusstsein für kritische Informationen. Außerdem führe sie zu schnelleren und effizienteren Reaktionen auf Warnsignale.
Auf Kuba liegt die Alphabetisierungsrate unter den 15- bis 24-Jährigen seit Jahrzehnten bei hundert Prozent, in der Dominikanischen Republik bei knapp 97 Prozent und in Haiti um die 70 Prozent.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)