24. September 2013
Mehr Winde und Regen im Norden, Teile des Amazonas-Gebietes dagegen trocken und karg - das ist die Prognose von zwei US-Forschern, die sich mit Klimaveränderungen in der Ergeschichte auseinandersetzen.
Voraussetzung für das Eintreten ihrer Prognose ist, dass sich die Erde weiter erwärmt. Dann nämlich wird es im Norden wärmer als auf der Südhalbkugel. Grund: Land und Wasser sind auf der Erde ungleich verteilt und der Norden hat mehr Landmasse. Dadurch würde die Zone mit den wärmsten Temperaturen nach Norden wandern. Und das hätte dann auch Folgen für Wind und Wetter.
Die Forscher stützen ihre Prognose auf historische Daten. Demzufolge hat es eine ähnliche Verschiebung der Wind- und Regengürtel nach Norden schon am Ende der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren gegeben. Zwischen 1400 und 1850 passierte dann das Gegenteil. Diese Verschiebungen wurden früher vor allem durch die globale Verteilung des Meereises beeinflusst. Heute allerdings führen Forscher die Klimaerwärmung auf Treibhausgase zurück. Das ist einer der Gründe warum die Forscher sagen: Ihre Prognose ist nur eine Möglichkeit - mit Sicherheit können sie keine Voraussagen treffen.
Die Studie der Forscher ist im Fachmagazin "PNAS" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)