24. September 2013
Wer sich einsam fühlt, geht offenbar höhere finanzielle Risiken ein.
Das haben Forscher der University of Science and Technology in Hong Kong herausgefunden. In Verhaltensexperimenten mit Studenten fanden sie heraus, dass diejenigen, die sich alleine fühlten, bei Glücksspielen riskanter spielten. Sie nahmen eher in Kauf, Geld zu verlieren, wenn sie die Chance sahen, eine hohe Summe Geld zu gewinnen. Menschen, die sich sozial eingebunden fühlten, wählten hingegen beim Glücksspiel eher die Varianten, wo sie weniger Geld gewinnen konnten, aber gleichzeitig kaum etwas zu verlieren drohten.
Die Wissenschaftler vermuten, dass einsame Menschen Geld unbewusst als einen Ersatz für Freunde ansehen. Daher empfehlen sie ihnen, immer eine Begleitung zu wichtigen finanziellen Beratungen mitzunehmen - zum Beispiel, wenn sie eine Rente oder einen Bausparvertrag abschließen wollen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)