24. September 2013

Rumänische "Stasi-Behörde" kurz vor der Pleite

War mein Nachbar IM? Wurde ich bespitzelt?

Wer mehr über die Arbeit des DDR-Geheimdienstes wissen will, geht zur Stasi-Unterlagenbehörde. Auch in Rumänien gibt es so eine Behörde - dort heißt sie CNSAS.

Doch die hat große Geldsorgen und steht kurz vor dem Ende - das [berichtet die rumänische Online-Zeitung|"Gandul"http://www.gandul.info/politica/sedinta-extraordinara-la-cnsas-pentru-reformarea-institutiei-nu-mai-sunt-bani-de-salarii-pentru-luna-decembrie-sau-sa-publicam-deciziile -instantelor-in-monitorul-oficial-11374120]. Demnach hat die Behörde schon jetzt alle Finanzmittel für dieses Jahr ausgegeben. Ab Dezember könne man keine Löhne mehr zahlen. Schon jetzt verzichtet die CNSAS darauf, Gerichtsurteile über Ex-Spitzel im Amtsblatt zu veröffentlichen.

Im Rumänien entscheiden seit einigen Jahren Gerichte darüber, ob jemand als Spitzel oder früherer Geheimdienst-Mitarbeiter gilt - und zwar anhand der CNSAS-Akten. Aber erst wenn das Urteil im Amtsblatt erschienen ist, ist die Entscheidung offiziell und hat Konsequenzen.

Die CNSAS ist die drittgrößte Unterlagenbehörde über einen Ostblock-Geheimdienst. Mehr Akten haben nur die Behörden in Deutschland und Polen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)