24. September 2013
Die Kühlung der eisigen Grönlandsee funktioniert offenbar nicht mehr richtig.
Das Wasser erwärmt sich dort zehnmal schneller als der Durchschnitt aller Weltmeere. Das sagen deutsche Forscher vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung aus Bremerhaven. In einer Langzeitstudie haben sie Daten von 1950 bis 2010 erhoben und die Ergebnisse mit historischen Auswertungen kombiniert. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich das Tiefenwasser zwischen Grönland und Spitzbergen seit 1980 um 0,3 Grad erwärmte. Das hört sich erstmal wenig an. Die Grönlandsee erwärmt sich damit aber viel schneller als der Durchschnitt aller anderen Meere.
Die Ozeane spielen im Klimawandel eine entscheidende Rolle. Sie nehmen riesige Energiemengen aus der Atmosphäre auf und wirken dabei wie gigantische Wärmespeicher. Allein die Wärme, die in der Grönlandsee gespeichert ist, könnte die Lufttemperatur über Europa um vier Grad steigen lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)