25. September 2013
Es klang sensationell: Auf einem Dachboden in Niedersachsen wurde angeblich eine 2.000 Jahre alte Mumie gefunden.
Jetzt hat sich herausgestellt: Alles falscher Alarm. Tatsächlich handelte es sich um ein Plastikskelett. Laut Staatsanwaltschaft ist die vermeintliche Mumie ausgepackt worden. Dabei habe man schnell gesehen, dass die Inhaltsstoffe nicht altertümlich sind.
Ein 10-Jähriger aus Diepholz in Niedersachsen hatte das eingewickelte Skelett Anfang August auf dem Dachboden entdeckt - zwischen Sachen, die der Großvater vor Jahrzehnten aus Nordafrika mitgebracht hatte. Bei einer Computertomografie fiel Rechtsmedizinern nicht auf, dass die Knochen aus Plastik waren - laut Staatsanwaltschaft vermutlich deshalb, weil das künstliche Skelett mit einer noch unbekannten Substanz besprüht wurde. Der Schädel sei hingegen echt, vermutlich ein Präparationsschädel für die Ausbildung von angehenden Ärzten. Er soll weiter untersucht werden.
Auch die Pfeilspitze, die in dem Kopf steckte, stellte sich als unspektakulär heraus: Dabei handelte es sich um Kinderspielzeug.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)