25. September 2013

Von wegen Kuckucksei: Manche Vögel brüten eine ganze Kuckucks-Schar aus

Das Fortpflanzungsverhalten des Kuckucks ist nicht ganz fair - denken wir nur an den Begriff "Kuckucksei".

Bekannt war, dass die Weberkuckuck-Weibchen die Schalenfarbe ihrer Eier an die anderer Vögel anpassen und so ihre Opfer-Eltern hinters Licht führen.

Ein britisch-südafrikanisches Forscherteam hat jetzt herausgefunden, dass die Kuckucksweber noch durchtriebener sind als gedacht. Sie legen nämlich nicht nur ein, sondern gleich mehrere Eier in fremde Nester. Die Forscher haben Weibchen dabei beobachtet, wie sie regelmäßig ein auserwähltes Nest anflogen und etwa alle zwei Tage dort ein Ei ablegten. Die Forscher schreiben im Fachblatt "Nature Communications", durch die große Anzahl fremder Eier, werde die Lage für die arglosen Adoptiveltern besonders unübersichtlich. Es falle ihnen dadurch noch schwerer, die eigene und die fremde Brut zu unterscheiden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)