25. September 2013
Wenn Kinder sich die Knochen brechen, müssen sie nicht immer gleich geröntgt werden.
Ein Ultraschall reicht, um den Bruch zu diagnostizieren. Das sagt der Leiter der Kinderradiologie am Jenaer Uni-Klinikum, Hans-Joachim Mentzel, im Interview mit der dpa. Durch Ultraschall-Untersuchungen würden die Kinder weniger durch Strahlen belastet als durch das Röntgen oder die Computertomographie. Laut Mentzel haben Studien gezeigt, dass wiederholtes Röntgen im Kindesalter das Leukämie-Risiko um bis zu 24 Prozent steigern kann. Denn: Bei Kindern teilen sich die Zellen schneller als bei Erwachsenen. Durch die Strahlung kann es passieren, dass während der Zellteilung eine Art Strickfehler auftritt und krankhafte Zellen entstehen, die für Krebserkrankungen verantwortlich sind.
Mentzel fordert für Kinder einen Röntgenpass, in dem alle Untersuchungen dokumentiert werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)