25. September 2013
Der Mindestlohn für alle ist politisches Streitthema.
Die Union lehnt ihn ab, weil sie sich um die Unternehmen sorgt. SPD und Grüne wollen ihn, damit alle von ihrer Arbeit leben können. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung gibt jetzt beiden Recht - aber jeweils nur ein bisschen.
Die Wirtschaftsforscher kommen in einer Studie zu dem Ergebnis, dass es durch einen Mindestlohn bei kleinen Einkommen gerechter zugehen würde. Allerdings könnten auch einige Branchen die 8,50 Euro nicht verkraften, die im Moment von vielen gefordert werden.
Die Empfehlung des DIW lautet deshalb: Ein Mindeslohn ja, aber erst einmal auf niedrigem Niveau. Dieses soll dann schrittweise erhöht werden.
In der Studie halten die Wirtschaftsforscher auch fest, wie wenig viele Menschen in Deutschland verdienen. Käme ein Mindeslohn von 8,50 Euro in der Stunde, müsste der Lohn für 17 Prozent der Arbeitnehmer erhöht werden - und zwar im Schnitt um mehr als ein Drittel.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)