26. September 2013
Morgen ist es soweit: Dann will der Weltklimarat in Stockholm seinen neuen Bericht vorlegen.
Einer der führenden Köpfe im Rat, Ottmar Edenhofer, sagte der "Süddeutschen Zeitung", dass er in große Klima-Konferenzen wenig Hoffnung setzt. Die Verhandlungen bei den Vereinten Nationen zum Beispiel seien viel zu langsam. Kurzfristig gebe es nur eine Möglichkeit, den Temperaturanstieg aufzuhalten: Der Ausstoß von Kohlendioxid muss Geld kosten, zum Beispiel über Gebühren für Schadstoffausstoß.
Der Potsdamer Forscher glaubt, dass eine Erwärmung über zwei Grad noch verhindert werden kann. Allerdings würde das zwei Prozent des globalen Bruttosozialprodukts kosten, vorausgesetzt ein Abkommen steht bis 2020. Dauert es zehn Jahre länger, dann könnten die Kosten sogar bei sechs oder sieben Prozent des Bruttosozialprodukts liegen.
Der neue Sachstandsbericht des Weltklimarats wird morgen vorgestellt. Eine Zusammenfassung für Politiker wird mit den Regierungen abgestimmt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)