26. September 2013

Forscher schreiben Klimageschichte im arktischen Ozean neu

Hundekalt, staubtrocken und zu wenig Schnee, damit sich ein dicker Eispanzer bilden konnte. Das ist die Lehrbuchmeinung zur Geschichte der arktischen Küstenregionen in den Eiszeiten der letzten 800.000 Jahre.

Falsch!, sagen die Forscher vom Alfred-Wegener-Institut. Sie haben auf mehreren Forschungsfahrten nördlich von Sibirien auffällige Kratz- und Schürfspuren am Meeresboden gefunden. Für die Wissenschaftler zeigt das, dass sich auch im arktischen Ozean mehr als ein Kilometer dicke Eisschilde gebildet haben. Bislang galt, dass sich die Megavereisungen immer nur auf Kontinenten abgespielt haben. Ein Fakt der für Grönland, Skandinavien und Nordamerika auch belegt ist. Die Spuren in einer Wassertiefe von 1.200 Metern zeigen aber, dass es solche Eisschilde auch im arktischen Ozean gegeben hat. Die Forscher meinen: Die Klimageschichte der Region muss umgeschrieben werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)