27. September 2013

Ölkonzern soll für Tod von Delfinen verantwortlich sein

Geräusche von Sonargeräten bringen Wale und Delfine unter Wasser durcheinander und im Zweifel um.

Der Verdacht besteht schon lange - in einem Fall gibt jetzt eine Studie dem Ölkonzern Exxon Mobil die Schuld am Tod von 100 Delfinen. Die Breitschnabeldelfine waren vor fünf Jahren in einer Lagune vor Madagaskar gestrandet und gestorben.

Die internationale Walkommission hat einen Bericht von unabhängigen Wissenschaftlern zu dem Vorfall veröffentlicht. Darin kommen die Experten zu dem Schluss, dass ein Messsystem des Ölkonzerns für das Delfinsterben verantwortlich ist. Exxon Mobil hatte für die Suche nach Öl vor der Küste Madagaskars ein Gerät eingesetzt, das unter Wasser Schwingungen erzeugte.

Die Messtechnik ist laut den Forschern der "plausibelste und wahrscheinlichste" Auslöser des Delfinsterbens. Die Delfine seien noch nie vorher und nie wieder danach in die Lagune geschwommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)