27. September 2013

Gerichtsurteil: Mitschüler sind nicht schuld an schlechten Noten

Zu viele Schüler mit Wurzeln im Ausland in der Klasse sind kein Grund für schlechte Noten.

Das Verwaltungsgericht in Berlin hat in einem Fall entschieden, in dem drei Schüler eines Gymnasiums in Neukölln geklagt hatten. Sie wollten erzwingen, in die nächste Klasse zu kommen - trotz mehr als sechs Fünfen auf dem Zeugnis. Die Schüler hatten die Meinung vertreten: Ihre Noten seien nur so schlecht, weil viele ihrer Mitschüler nicht Deutsch als Muttersprache hätten.

Die Verwaltungsrichter ließen das nicht gelten. Sie argumentierten, dass es in anderen Klassen der Schule ähnlich viele Kinder mit ausländischen Wurzeln gebe - aber weniger Sitzenbleiber. Dagegen seien in einer anderen Klasse noch mehr Schüler durchgefallen, obwohl dort mehr Kinder mit Deutsch aufgewachsen sind.

Die Kläger können gegen die Urteile noch in Berufung gehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)