27. September 2013
Gewohnt wird in Blockhütten, es gibt einen Tennisplatz und ein Schwimmbecken - klingt alles ganz angenehm.
Es ist aber ein Gefängnis. In Chile haben dort ranghohe Straftäter aus der Pinochet-Diktatur bisher offenbar verhältnismäßig angenehm gelebt. Bis jetzt, denn das Komfort-Gefängnis soll geschlossen werden. Chiles Präsident Sebastian Pinera hat entschieden, dass die zehn Häftlinge in ganz normale Zellen umziehen müssen.
Das Luxus-Gefängnis war in den vergangenen Jahren immer wieder kritisiert worden. In dieser Woche gab es in chilenischen Medien weitere Berichte über die angenehmen Haftbedingungen. Diese gab es unter anderem für den Chef der Geheimpolizei, der für Entführung und Mord hunderter Menschen verantwortlich ist.
In den 17 Jahren Diktatur in Chile waren tausende Menschen getötet oder gefoltert worden. Viele politische Gegner Pinochets verschwanden spurlos.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)