27. September 2013
Das schnellste Karussell auf dem Oktoberfest - kein Problem!
Denn das Schwindelgefühl lässt sich offenbar abtrainieren. Forscher aus Großbritannien sind auf besondere Merkmale im Gehirn von Balletttänzerinnen gestoßen, die oft Pirouetten drehen. Offenbar verändert sich eine kleine Region im Hirn, so dass es sich auf Dauer an Drehbewegungen gewöhnt.
Die Forscher hatten in einer Studie beobachtet, wie eine Gruppe von Balletttänzerinnen im Vergleich mit Ruderinnen auf Schwindel reagiert - Ruderinnen deshalb, weil sie ähnlich gut in Form sein sollten, wie die Tänzerinnen. Nach ein paar Drehungen auf einem Stuhl im Dunkeln erholten sich die Frauen deutlich schneller, die Pirouetten gewohnt sind. Die Wissenschaftler stellten dann bei Hirnscans Unterschiede in der Hirnregion fest, in der die Signale des Gleichgewichtorgans ankommen.
In den Bogengängen dieses Organs fühlen Sinneshärchen durch eine Flüssigkeit, wie der Menschen sich gerade bewegt. Dreht er sich über eine längere Zeit und stoppt dann, rotiert die Flüssigkeit weiter. Dadurch kommt das Schwindelgefühl.
Die Forscher schreiben über ihre Arbeit im Fachmagazin "Cerebral Cortex"
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)