27. September 2013
"Ich will nur die Literatur lehren, die ich wirklich liebe und darunter sind leider keine Bücher von Frauen, Kanadiern oder Chinesen."
Das schreibt der kanadische Autor und Literaturprofessor David Gilmour in seinem Blog und hat damit mächtig Kritik auf sich gezogen. Er schreibt, die einzige Autrorin, die ihn interessiere sei Virginia Woof. Aber ansonsten wolle er keine Literatur von Frauen unterrichten. In seinen Vorlesungen und Seminaren wolle er nur das Beste lehren und für ihn sei das die Literatur "echter heterosexueller Kerle" - Fitzgerald, Tschechow, Tolstoi, Henry Miller oder Philip Roth.
Gilmour ist mit seinem Roman "Extraordinary" für den Giller-Preis nominiert - die bedeutendste kanadische Literaturauszeichnung. Der Autor reagierte in der Zeitung "Canada´s National Post" auf die Kritik. Nur weil sein Herausgeber sich um das Ansehen des Autors sorge, entschuldige er sich für die Äußerungen. Eigentlich wolle er sie aber nicht zurücknehmen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)