30. September 2013
Die sudanesische Regierung geht offenbar massiv gegen die Medien des Landes vor.
Nun muss die größte Tageszeitung im Sudan, "Al Intibah", ihren Betrieb "auf unbestimmte Zeit" einstellen. Das teilte die Zeitung auf ihrere Internetseite mit. Angeordnet wurde das von den sudanesischen Behörden. Zuvor mussten schon die arabischen Fernsehsender Sky News Arabia und Al-Arabija ihre Nachrichtenbüros in der Hauptstadt Khartum schließen. Hintergrund sind die Proteste gegen Präsident Omar Hassan al-Baschir, bei denen mehr als 50 Menschen getötet worden sein sollen. Nach Angaben von Korrespondenten wurden die sudanesischen Medien unter Druck gesetzt, die Demonstranten als "Saboteure" darzustellen.
Ausgelöst wurden die Proteste unter anderem durch Preiserhöhungen für Treibstoff. Etwa die Hälfte der sudanesischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)