30. September 2013
Organische Leuchtdioden haben viel mit Nudeln gemeinsam.
Das findet ein Team der Uni Bonn, das sich mit den so genannten OLEDs beschäftigt hat. Organische Leuchtdioden sind energieeffizient und können auch auf biegsamen Oberflächen eingesetzt werden: Theoretisch könnte man damit ein Zimmer tapezieren, das seine Wandfarbe je nach Stimmung ändert. Nach Angaben der Forscher haben die OLEDs allerdings eine ungünstige innere Struktur: Sie gleicht einem Haufen ungeordneter Spaghetti. Das führe dazu, dass bis zu 80 Prozent des Lichts verloren gingen. Also haben die Forscher andere Formen ausprobiert - und sich dabei auch an einer Nudel orientiert, nämlich an der Rotelle, die aussieht wie ein winziges Wagenrad. Mit einem Durchmesser von sechs Nanometern schlagen die Forscher diese Struktur für die OLEDs vor.
Mit ihr könnte die ausgestrahlte Lichtmenge immerhin verdoppelt werden. Allerdings ist noch viel Entwicklungsarbeit nötig, bis die Wagenradnudel-OLEDs wirklich eingesetzt werden können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)