30. September 2013
Übergewichtige Kinder haben in der Grundschule schlechtere Zensuren als ihre schlanken Klassenkameraden.
Das ist das Ergebnis einer Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung, über die der "Spiegel" vorab berichtet. Darin heißt es, die Wahrscheinlichkeit, dass korpulente Kinder in Mathe eine Eins oder Zwei bekommen, ist mindestens zehn Prozent niedriger als bei schlanken Kindern. Die Untersuchung beruht auf Daten des Robert-Koch-Instituts und der Statistik des Mikrozensus 2009.
In der Studie heißt es außerdem, dass es Übergewichtige seltener aufs Gymnasium schaffen. Der soziale Status der Familie soll dabei keine Rolle spielen. Die Wissenschaftler konnten allerdings nicht klären, ob und wie stark das damit zusammenhängen könnte, das Eltern und Lehrer den korpulenten Kindern negative Eigenschaften zuschreiben.
Die Studie erscheint im Oktober in der "Zeitschrift für Soziologie".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)