30. September 2013
Der US-Agent Mark Felt brachte 1974 Präsident Nixon zu Fall. Später kamen Bradley (jetzt: Chelsea) Manning und Edward Snowden: Sie alle sind Whistleblower.
Auf einer Journalistenkonferenz in Berlin forderten die Teilnehmer einen besseren Schutz für Hinweisgeber. Der Direktor des Internationalen Konsortiums investigativer Journalisten, Gerad Ryle, sagte, ohne Whistleblower könnten die Medien ihren Job nicht machen. Sie riskierten Leben und Karriere - und es gelte, sie zu schützen. Ryle forderte Gesetze, die Hinweisgeber vor Verfolgung zu bewahren.
Der Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen Deutschland, Christian Mihr, glaubt aber nicht, dass es in Deutschland solche Gesetze geben wird. Dazu fehle der politische Wille. Er sieht auch die Journalisten in der Pflicht. Sie müssten verstärkt Techniken erlernen, um sich und ihre Informanten vor Überwachung und Ausspähung zu schützen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)