30. September 2013

Kirche in Schottland denkt über rein religiöse Trauungen nach

In Deutschland kann man gleich zwei Mal heiraten: erst auf dem Standesamt, dann in der Kirche.

In Schottland ist das anders - noch. Wer sich dort kirchlich trauen lässt, dessen Ehe ist auch automatisch staatlich anerkannt. Der Erzbischof von St. Andrews und Edinburgh sieht darin ein Problem: Denn Schottland führt im kommenden Jahr die Home-Ehe ein. Sollte sich die dortige Kirche dann weigern, Lesben und Schwule zu vermählen, könnten die Betroffenen dagegen vor Gericht ziehen, befürchet er. Der Erzbischof denkt deshalb nach einem Bericht der "Times" darüber nach, den Akt der Trauung auch in Schottland in einen kirchlichen und eine staatlichen zu trennen.

Ob das nötig wird, ist noch offen. Denn die schottische Regierung will für Glaubensgemeinschaften sowieso einen Ausweg schaffen. Eine Pflicht zur Trauung homosexueller Paare soll es nicht geben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)