30. September 2013

Folsäuremangel bei Mäusen überspringt Generationen

Will eine Frau schwanger werden, bekommt sie vom Arzt meist Folsäure verschrieben.

Denn ein Mangel an dem Vitamin kann zu einer schweren Fehlbildung des Embryos führen: Spina bifida, umgangssprachlich auch offener Rücken genannt. Das heißt im schlimmsten Fall: Querschnittslähmung.

Ursache für den Folsäuremangel bei Mäusen kann ein mutiertes Gen sein. Wie Wissenschaftler der Universitäten Cambridge und Calgary herausgefunden haben, wird es bei ihnen aber nicht von Generation zu Generation übertragen, sondern überspringt eine oder mehrere Generationen. Das heißt, wenn die Großmutter es hatte, taucht es bei der Enkelin oder sogar bei der Urenkelin erst wieder auf.

Nach Angaben der Forscher reicht es deshalb wohl nicht, einen aktuellen Folsäuremangel in der Bevölkerung durch Nahrungszusätze beheben. Das Problem könne in späteren Generationen immer wieder auftauchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)