1. Oktober 2013

Entscheidungsfähigkeit und Risikofreude nehmen im Alter ab

Lieber das sichere Geld mitnehmen oder doch noch was riskieren?

Je älter der Mensch, desto schlechter kann er das entscheiden. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Neurobiologen aus den USA durchgeführt haben. Sie stellten Menschen im Alter zwischen zwölf und 90 Jahren vor finanzielle Entscheidungen. Die Probanden hatten die Wahl, garantiert fünf Dollar zu bekommen, oder eine Art Lotterie zu spielen - und dann entweder acht Dollar zu gewinnen oder gar nichts. Die umgekehrte Frage war ähnlich: fünf Dollar verlieren oder ein Risiko eingehen und dann mehr oder gar nichts verlieren.

Es stellte sich heraus, dass die Teilnehmer über 65 besonders häufig den garantierten, dafür aber niedrigen Gewinn nahmen. Umgekehrt waren sie dagegen deutlich risikofreudiger, wenn es darum ging, Verluste zu vermeiden. Am Ende hatten sie durch diese widersprüchliche Strategie aber 40 Prozent mehr ihres Spieleinsatzes verloren als andere Altersgruppen. Die Forscher sehen darin einen Hinweis darauf, dass Entscheidungen im Alter unbeständiger und schwieriger werden, auch weil die kognitiven Fähigkeiten abnehmen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)