2. Oktober 2013
Wenn ihnen ihr altes Zuhause nicht mehr gefällt, ziehen sie eben um.
Da ist die Ameisenart Temnothorax albipennis ganz pragmatisch. Sie baut ihre Nester unter Steinen. Ist es dort nicht mehr gemütlich, laufen Wohnungssucher los, die eine bessere Behausung finden sollen. Wie britische Forscher herausfanden, gehen die Ameisen dabei äußerst ökonomisch vor: Der Aufwand, den sie in die Erkundung ihrer Umwelt stecken, hängt davon ab, wie dringend sie ein neues Zuhause brauchen. Dabei sollte die Wohnung der Studie zufolge mindestens zwei Millimeter hoch und dunkel sein, außerdem schützende Wände und einen schmalen Eingang haben. War das alte Zuhause einfach nur etwas zu klein, kundschafteten die Ameisen erst einmal die nähere Umgebung aus. War das Häuschen aber auch noch zu hell geworden oder der Eingang zu breit, vergrößerte sich der Such-Radius. Nach Angaben der Forscher kann das Ameisenvolk seine Investitionen in bestimmte Tätigkeiten also flexibel anpassen - und so Ressourcen schonen.
Die Studie ist in der Zeitschrift Biology Letters erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)