2. Oktober 2013

Ein weiterer Schritt zum Quantencomputer

Wer findet das mysteriöse Majorana-Fermion?

Vielleicht ja Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Chemische Physik gemeinsam mit Kollegen der Gutenberg Universität Mainz. Die haben nämlich am Rechner einen neuen Stoff entwickelt, der das Majorana-Fermion erzeugen könnte. Diese Fermione sind ein bisschen verrückt, sie sind nämlich sowohl Teilchen, als auch ihr eigenes Antiteilchen. Und es gibt sie bislang nur in der Theorie, nämlich nach einer Rechnung des italienischen Physikers Ettore Majorana. Gebrauchen könnte man die Fermione zur Herstellung von Quantencomputern. Solche Computer wären um ein Vielfaches schneller als die Rechner, die wir bisher kennen. Sie würden nämlich nicht mit Bits arbeiten, die nur Nullen und Einsen darstellen können, sondern mit Hilfe von Quanten, also QBits, die sowohl Nullen als auch Einsen sein können. Dafür müsste man einen Weg finden, die Majorana-Fermione künstlich zu erzeugen. Das könnte nun gelingen, dank BaBiO3. Das ist eine Keramik, die die Forscher unterschiedlichen Bedingungen ausgesetzt haben und siehe da: Zumindest in der Simulation entstehen dabei Majorana-Fermione. Jetzt muss das Ganze nur noch in der Realität klappen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)