2. Oktober 2013
Fiese Krankheiten gibt es viele.
Die Lungeninfektion MERS gehört mit Sicherheit dazu. Gut ein Jahr ist es her, dass sie erstmals aufgetaucht ist. Mehr als 50 Menschen sind bereits daran gestorben. Wie sich die Infektion verbreitet, ist immer noch nicht bekannt.
Nun haben deutsche Wissenschaftler herausgefunden, dass das Virus noch fataler wirkt, als bisher befürchtet. Ein Team aus Forschern der Berliner Charité und des Robert-Koch-Instituts haben das MERS-Virus mit dem auch als Vogelgrippe bekannten H5N1-Influenzavirus verglichen. Dafür haben sie eine spezielle Mikroskop-Technik genutzt, mit der die Infektionen besonders exakt untersucht werden können.
Das Ergebnis: Beide Viren vermehren sich im Gewebe gleich stark. Das Influenzavirus befalle jedoch nur einen einzigen Zelltyp, während das MERS-Virus nahezu alle Zelltypen der Lungenbläschen befällt. Das mache es besonders gefährlich, so die Forscher.
Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in dem Fachmagazin "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)