3. Oktober 2013
Alles Schlechte hat auch etwas Gutes.
Diese alte Weisheit könnte zumindest auf Menschen zutreffen, die unter Schuppenflechte leiden. Deutsche Forscher haben herausgefunden, dass sie weniger anfällig für Virusinfektionen sind als Patienten mit Neurodermitis.
Schuppenflechte und Neurodermitis sind die häufigsten chronischen Hautkrankheiten, von denen alleine in Deutschland über 4 Millionen Menschen betroffen sind.
Grundsätzlich erleichtern beide Krankheiten durch die geschädigte Hautbarriere das Eindringen von Viren. Den Forschern zufolge ist der Grund für die bessere Schutzfunktion bei der Schuppenflechte aber die größere Menge an Proteinen in der erkrankten Haut.
Bei der genauen Analyse sind sie auf die mögliche Ursache gestoßen: der Immunbotenstoff Interleukin-29. Jetzt hoffen die Forscher, dass ihre Erkenntnisse auch für die therapeutische Behandlung anderer Hautkrankheiten hilfreich sein könnte.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Science Translational Medicine" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)