4. Oktober 2013
Osteoporose, auch Knochenschwund genannt, ist eine der zehn größten Volkskrankheiten.
Allein in Deutschland leiden etwa acht Millionen Menschen darunter. Sie führt häufig zu Knochenbrüchen, vor allem bei älteren Menschen. Jetzt hat ein internationales Forscherteam ein Gen entdeckt, das Osteoporose verursachen kann. Plastin 3 (PLS3) liegt auf dem X-Chromosom. Männer haben das nur einmal, Frauen zweimal. Den Forschern zufolge kann das dazu führen, dass Männer ein höheres Risiko haben, an Osteoporose zu erkranken. Und zwar wenn es bei ihnen zu einem Funktionsverlust von Plastin 3 auf dem einzigen X-Chromosom kommt. Frauen könnten das durch das zweite X-Chromosom leichter ausgleichen.
Die Forscher hoffen, dass ihre Entdeckung in Zukunft dabei hilft, Osteoporose besser zu verstehen und zu behandeln.
Die Studie wurde im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" veröffentlicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)