4. Oktober 2013
Ein Baby, wie bestellt.
Augenfarbe, Körperbau, womöglich noch Intelligenz. Manche angehende Eltern würden wohl viel Geld dafür bezahlen, wenn sie sich die Gene ihres Kindes zusammenstellen könnten. Darauf baut eine Firma in den USA. Sie hat ein Patent angemeldet für diese Geschäftsidee, und das Patent auch bekommen. Die Selektion menschlischer Samen- und Eizellen ist für sie geschützt.
Der Verein für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie, Testbiotech, hat das kritisiert. Ein Sprecher des Vereins sprach von einer nach Mode und Markt gesteuerten Eugenik. Das sei ein fundamentaler Verstoß gegen die Menschenwürde.
Auch beim europäischen Patentamt hat das US-Unternehmen ein Patent beantragt. Testbiotech schätzt aber, dass es in der EU nicht erteilt wird, weil es wahrscheinlich als ethisch zweifelhaft eingestuft würde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)