7. Oktober 2013
Mediziner haben während ihrer Ausbildung oft mit Leichen zu tun.
Daran lernen sie den Aufbau des menschlichen Körpers kennen und lernen, mit dem Skalpell umzugehen. In Singapur gibt es allerdings für die vielen Medizinstudenten zu wenige Leichen. Das Wissenschaftsmagazin "Asian Scientist" berichtet, dass die Zahlen der von Menschen für die Medizin gespendeten Körper stark zurückgegangen sei. Demnach befürchten viele Menschen, nach dem Tod nicht mit Respekt und Verantwortung behandelt zu werden. Mit einer Aufklärungskampagne will eine medizinische Hochschule dem schlechten Image entgegenwirken.
Außerdem wurden dort Alternativen in die Medizinerausbildung eingeführt, zum Beispiel eine interaktive 3D-Computersimulation des menschlichen Körpers. Die Mediziner arbeiten dort auch mit plastinierten Dauerpräparaten, wie sie auch in der Ausstellung "Körperwelten" von Gunther Von Hagens zu sehen sind.
Laut "Asian Scientist" sind die meisten Ärzte davon überzeugt, dass das Lernen an toten Körpern sinnvoll ist. Der Grund dafür sei allerdings nicht rein medizinisch. Die Arbeit an den Leichen sei eine Art Einführungsritual für den Beruf.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)