7. Oktober 2013
Im Kloster findet man vor allem eins: Einfachheit.
Und Einfachheit setzt Kreativität frei. Um diesen Effekt zu nutzen, hat Ingrid Scherübl, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Berliner Universität der Künste, ein Projekt gestartet: den Schreib-Aschram. Wörtlich übersetzt bedeutet Aschram "Ort der Anstrengung" - und genau das ist die Idee, wie Scherübl in der "Süddeutschen Zeitung" erklärt: Für zehn Tage ziehen sich Doktoranden auf einen Gutshof auf dem Land zurück, also normalerweise nicht in ein echtes Kloster. Der Tagesablauf ist aber ähnlich klar strukturiert wie im Kloster: Sieben Uhr aufstehen, dann Bewegung - Laufen oder Yoga - und nach dem Frühstück: Schreiben. Jeweils zwei Stunden lang, dazwischen gibt es Tee und Mittagessen. Und um 22 Uhr ist Bettruhe.
Internet und eine Bibliothek gibt es nicht. Die Teilnehmer müssen sich vor dem Aufenthalt entsprechend vorbereiten. Ziel des Schreib-Aschrams ist es, sich ohne Störungen und Ablenkung in den Schreib-Modus zu bringen.
Einer Studie zufolge haben vier von zehn Nachwuchswissenschaftlern, die an ihrer Promotion arbeiten, schon einmal ernsthaft über Abbruch nachgedacht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)