7. Oktober 2013
Das Bildungssystem in Deutschland ist nicht gerecht - das wird schon lange kritisiert.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund hat eine Studie vorgestellt, nach der es auch bei der Weiterbildung im Beruf ungerecht zugeht. Zum einen könnten junge, gut ausgebildete Männer mit Vollzeitstellen ihr Wissen ständig auffrischen. Zum anderen bleibe es Teilzeitbeschäftigten, Mini-Jobbern und Geringverdienern oft verwehrt, in Seminaren noch etwas dazu zu lernen.
Laut Studie nehmen von den Vollzeitbeschäftigten 48 Prozent an Weiterbildungen teil, bei Teilzeitkräften sind es nur 36 Prozent. Auch wer für seine Arbeit nur angelernt ist oder gar keine Ausbildung hat, wird selten gefördert. Dagegen gibt es für 77 Prozent der Führungskräfte Seminare und ähnliches.
Nach Angaben der Studienmacher verfehlt Deutschland in Sachen Weiterbildung die Ziele der EU. Im Jahr 2011 sollten rund 12 Prozent der Arbeitnehmer eine Weiterbildung machen, knapp acht Prozent waren es tatsächlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)