7. Oktober 2013

Physiker erklären extreme Preissprünge an Finanzmärkten

Extreme Kurschwankungen kommen an Finanzmärkten ständig vor, kosten Geld und schaden der Wirtschaft.

Das dürfte nach der geordneten Vorstellung von Wirtschaftswissenschaftlern allerdings gar nicht passieren. Danach sind Märkte nämlich vernünftig und effizient und fangen Informationen von außen ohne große Auswirkungen auf. Forscher erklären die Kursschwankungen deshalb damit, dass sich viele Händler gleichzeitig irrational verhalten und ein Herdentrieb einsetzt. Bremer Physiker haben diese Entwicklung jetzt anhand eines Modells weiter aufgeschlüsselt. Ihre These: In einem extrem spekulativen Markt versuchen die Händler, nicht nur äußere Einflüsse vorherzusagen, sondern auch das Verhalten der anderen Händler. Also spekulieren sie gegeneinander. Laut den Forschern lassen sich nach diesem Schema viele Varianten extremer Preisschwankungen erklären.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)