8. Oktober 2013

Medizin-Nobelpreisträger sorgen sich um Zukunft der Grundlagenforschung

Gestern wurden Randy Shekman, James Rothman und Thomas Südhof mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.

Die Preisträger haben im Laufe ihres Forscherlebens alle Fördergelder von der wichtigsten US-Behörde für biomedizinische Forschung erhalten, den "National Institutes of Health". Jetzt kritisieren sie Kürzungen in diesem Bereich. Seit März wurden fünf Prozent des Budgets gestrichen. Der Grund dafür sind allgemeine Haushaltskürzungen in den USA.

Randy Shekman von der Universität Berkeley sagte, dadurch werde die biomedizinische Forschung gelähmt und gefährdet. Seine eigenen Experimente zum Stoffwechsel und zur Genetik von Hefezellen waren reine Grundlagenforschung - also Forschung, die in erster Linie dem Erkenntnisgewinn dient und die oft erst später zu praktischen Anwendungen führt.

Auch James Rothman kritisierte die Kürzungen und sagte, seine eigene Forschung sei ohne Fördergelder nicht möglich gewesen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)