8. Oktober 2013
Kleine Plastikteilchen werden nicht nur in Ozeanen gefunden. Auch in Seen vergiften sie Tiere, die die Kunstoffpartikel mit Nahrung verwechseln.
Forscher der Universität Bayreuth und der TU München haben jetzt im Gardasee in Italien große Mengen der Plastikteilchen entdeckt. Sie fanden die Partikel an den Ufern des Sees. Die sind ihrer Studie zufolge genauso verdreckt wie Strände an Meeren.
Die Plastikteilchen sind kleiner als fünf Millimeter. Fische, Würmer und andere Lebewesen fressen sie und Vögel verenden oft daran. Am Ende landen sich zum Beispiel über den Fisch aber auch beim Menschen auf dem Teller.
Die winzigen Teilchen entstehen aus Müll. In vielen Ozeanen schwimmen sie in großen Wirbeln. Am Gardasee hatten die Forscher ursprünglich nicht mit soviel Plastik gerechnet. Der See liegt direkt unterhalb der Alpen, Bäche und Seen münden nach vergleichsweise kurzen Wegen in den See. Die Forscher gehen deshalb davon aus, dass Flüsse und Seen an großen Städten noch deutlich schmutziger sein könnten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)