8. Oktober 2013
Früher wurden Bären in Vietnam vor allem gehalten, um ihnen Gallensaft abzuzapfen.
Die Gallenflüssigkeit wurde den lebenden Tieren dabei mit einer Spritze entnommen. Inzwischen töten und schlachten Farmer die Tiere immer häufiger. Denn das Geschäft mit dem Gallensaft lohnt sich nicht mehr. Lukrativer ist im Moment der Verkauf von Bärenfleisch, sowie der Ohren und Tatzen der Tiere. Verboten ist beides.
Der Gallensaft gilt in der traditionellen asiatischen Medizin als Heilmittel. Experten sind von der Wirkung aber alles andere als überzeugt. Das hat den Preis für den Saft sinken lassen. Ein Sprecher der zuständigen vietnamesischen Behörde für die Einhaltung des Artenschutzabkommens sagte, man wisse über die Lage Bescheid. Verantwortlich seien aber die örtlichen Stellen. Es gebe nicht genug Mitarbeiter, um deren Arbeit zu kontrollieren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)