8. Oktober 2013

Eiskalter Temperaturrekord für flüssiges Wasser aufgestellt

Bei welchen Temperaturen Wasser kocht und gefriert, weiß eigentlich jedes Kind:

100 Grad heißt: Wasser siedet. Null Grad heißt: Es wird zu Eis. Soweit die allgemein bekannte Theorie, die allerdings nur unter normalem Druck gilt. Forscher der Universität Innsbruck haben den Gefrierpunkt von Wasser erheblich herabgesetzt. Dazu haben sie einen Milliliter Wasser extrem zusammengepresst und ihn stark heruntergekühlt. Danach überprüften sie, bei welcher Temperatur das Wasser wieder flüssig wurde - und siehe da: schon bei Minus 157 Grad Celsius erreicht das Wasser einen Zustand, den sie als flüssig betrachten. Die Forscher sagen, das Wasser sei dabei allerdings zäher als Honig.

Das Ergebnis ist interessant, weil flüssiges Wasser ein Lösungsmittel für chemische Reaktionen ist. Die Forscher wollen deshalb jetzt herausbekommen, welche Stoffe sich in diesem Wasser bei Minus 157 Grad lösen lassen, und was es sonst für Eigenschaften hat.

Die Ergebnisse der Tests haben die Forscher beim Fachmagazin PNAS veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)