8. Oktober 2013

Krabben schmausen Bakterien aus der Tiefsee

Der Boden der Tiefsee ist für die Meeresbewohner wie eine Wüste. Über weite Strecken gibt es nichts - dann kommen Oasen in Form von kalten Wasserquellen.

Wissenschaftler haben sie schon oft untersucht, um herauszufinden, wer in diesen Tiefsee-Oasen lebt. Wissenschaftler aus Kiel schreiben im Fachmagazin PLOS ONE, dass auch die Krabben dazugehören.

An den Quellen sprudelt Wasser aus dem Meeresboden und transportiert dabei Methan und Sulfat nach oben. Davon ernähren sich dann Bakterien. Die Kieler Wissenschaftler beobachteten mit einer Kamera, dass Steinkrabben diese Bakterien-Matten regelrecht abgrasten. Bisher habe es dafür kaum Beweise gegeben. Im Labor untersuchten die Wissenschaftler eine Krabbe. Sie enthielt tatsächlich Reste der Bakterien. Für die Forscher ist das ein Beweis dafür, dass die Tiefseequellen einen wichtigen Beitrag zur Ernährung der Krabben leisten.

http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0074894

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)