8. Oktober 2013
Der gestern mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnete Thomas Südhof bezeichnet seine Beziehung zu Deutschland als vor allem kulturell.
Der in Göttingen geborene Forscher sagte der Nachrichtenagentur AFP, sein Lebensmittelpunkt seien die Vereinigten Staaten. Seine Geschwister lebten in Deutschland und seine erwachsenen Kinder sprächen Deutsch und hätten einen deutschen Pass. Er selbst war sich am Tag der Verkündung nicht sicher, ob er neben der US-amerikanischen auch noch die deutsche Staatsbürgerschaft habe. Er bezweifle, dass er juristisch gesehen deutscher Staatsbürger sei, aber er wisse es nicht. Von deutschen Behörden kamen widersprüchliche Aussagen. Südhof lebt seit 1983 in den USA.
Für seine Forschungen auf dem Gebiet des Transportsystems von Zellen bekommt Südhof in diesem Jahr den Medizinnobelpreis. Er teilt sich die Auszeichnung mit seinen beiden US-Kollegen James Rothman und Randy Schekman.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)