8. Oktober 2013

Forscher stellt Stoff her, der wie Krebserkrankung riecht

Hunde können Krebs riechen.

Sie erkennen - wenn sie darauf trainiert sind - am Geruch des Atems oder des Urins, ob ein Mensch krank ist. Forscher rätseln allerdings darüber, auf was Hunde dabei genau anschlagen.

Ein Chemiker der TU Hamburg-Harburg ist der Antwort offenbar ein Stück näher gekommen. Er hat nach eigenen Angaben Stoffe gefunden, die auf eine Krebserkrankung hindeuten - die also als Marker benutzt werden könnten, um auch durch Analysen im Labor Krebs festzustellen. Er hat einen Stoff in Reinform hergestellt, den Hunde wohl unter einem von Milliarden wahrnehmen können. Die Flüssigkeit ist rot und riecht faulig.

Auf lange Sicht ist es ein Ziel der Forscher, eine Hundesnase künstlich nachzubauen. Möglicherweise lässt sich dann in ferner Zukunft mit einer Atemprobe wie bei der Alkoholkontrolle festellen, ob jemand Krebs hat oder nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)