8. Oktober 2013

Wenn die Augen gröer als der Magen sind

Wenn's so richtig lecker ist, darf die Portion auf dem Teller auch gerne schon mal größer ausfallen - auch, wenn wir wissen, dass das eigentlich schon zu viel ist.

Ein entscheidender Grund dafür ist, dass wir Portionsgrößen nicht richtig einschätzen. Drei Forscherteams aus Deutschland, Frankreich und den Niederlanden haben untersucht, warum das so ist. Kindern fällt es demzufolge besonders schwer, Portionsgrößen richtig einzuschätzen. Die Forscher hatten sie unterschiedliche Mengen Karotten und Schokolade schätzen lassen - je größer die Mengen, desto falscher lagen die Grundschüler. Aber auch Erwachsene neigen zu Fehleinschätzung. So fanden die Forscher heraus, dass es bei ihnen eine große Rolle spielt, ob Nahrungsmittel als gesund oder ungesund gekennzeichnet sind. Am ehesten verschätzten sich die Testpersonen bei Essen, das als "gesund" deklariert war. In einem dritten Test fanden die Wissenschaftler auch heraus, dass gesundheitsbewusste Menschen Essensmengen grundsätzlich besser einschätzen können.

Die Forscher haben ihre Ergebnisse im Journal of Consumer Psychology veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)