8. Oktober 2013
Es gibt auch schlechtere Arten zu sterben als durch zu viel Sex.
Das denkt sich wohl so manches Beuteltier-Männchen. Forscher haben herausgefunden, dass sich die Tiere mancher Arten bei der Fortpflanzung so stark verausgaben, dass sie anschließend tot umfallen. Im Fachmagazin PNAS schreiben die Wissenschaftler, bei manchen Arten seien alle Weibchen gleichzeitig und nur für wenige Tage empfängnisbereit - das löse bei den Männchen einen extremen Wettbewerb aus. Die Tiere versuchen also so viele Weibchen wie möglich zu decken - bis zu 14 Stunden lang. Dabei verbrauchen die Männchen ihre gesamte Energie.
Mit dem Testosteron-Niveau steigt auch die Ausschüttung von Stresshormonen. Am Ende bricht dann das Immunsystem zusammen. Die Forscher beobachteten dieses Verhalten unter anderem bei der Breitfuß-Beutelmaus und dem Pinselschwanzbeutler.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)