8. Oktober 2013
Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Ähnlich sollten es Forscher auch mit Studien halten.
Bevor sie damit weiterarbeiten, sollten sie prüfen, ob die Daten wirklich stimmen. Das sagt Wolfgang Löwer, Ombudsmann für die Wissenschaft bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Internview bei DRadio Wissen.
Seiner Meinung nach ist die Versuchung für Wissenschaftler groß, ihre Studienergebnisse an die Ausgangshypothese anzupassen. Dabei spiele die Erwartung der Geldgeber eine Rolle. Außerdem gebe es für Negativergebnisse keine Reputation - die Währung des Wissenschaftssystems. Dabei seien solche Ergebnisse Alltagsgeschäft der Wissenschaftler und auch wichtig.
Löwer findet es sinnvoll, auch Negativergebnisse zu veröffentlichen. Dann müsse ein Holzweg auch nicht ein zweites Mal beschritten werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)