9. Oktober 2013

Meisen suchen Futter am Morgen und fressen erst abends

Das Buffet ist angerichtet, doch die Kohlmeise kann auch warten.

Eine britische Forscherin berichtet im Fachjournal "Biology Letters" darüber, wie viele kleine Vögel im Winter ihr Körpergewicht managen. Das Problem: Wenn die Meisen sich tagsüber nicht genug Energiereserven anfressen, drohen sie in der Nacht zu erfrieren. Andererseits sind sie mit vollem Bauch weniger wendig und werden leichter von ihren Feinden gefressen.

Schon länger war bekannt, dass Meisen deshalb über den Tag mehr fressen. Die Forscherin der Universität Oxford hat aber jetzt gezeigt: Verschiedene Meisenarten suchen trotzdem schon morgens nach Futter und merken sich den Fundort. Später kehren sie dorthin zurück, wo Körner oder Früchte zur Verfügung stehen. So bleiben die Vögel tagsüber leicht und wendig, finden aber trotzdem genug Futter, um über die Nacht zu kommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)