9. Oktober 2013
Rumpelstilzchen ist der Türöffner.
In Berlin sollen nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" Märchen bei der Pflege Demenzkranker helfen. Den Angaben zufolge ist das Modell-Projekt beschlossen, in der kommenden Woche startet es in fünf Heimen.
Experten sind der Meinung, dass Märchen sich positiv auf die Demenzpatienten auswirken. Würden sie ihnen vorgelesen, beruhige das die Kranken und sie litten weniger an Wahnvorstellungen oder seien einfach besser zugänglich. Die Zeitung zitiert die Projektleiterin vom Deutschen Zentrum für Märchenkultur in Berlin, das die Therapie mitentwickelt hat: Märchen erreichten nicht nur das Gedächtnis der alten Menschen, sondern auch ihre Emotionen. Die Geschichten wecken aus Sicht der Expertin Kinderheitserlebnisse, die tief vergraben sind - zum Beispiel die Märchenstunde auf Omas Schoß. So könnten sich auch Kranke geborgen fühlen, die durch den Verlust ihres Gedächtnisses verunsichert seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)