9. Oktober 2013

UN-Quecksilber-Konvention soll in Japan unterzeichnet werden

Es ist in alten Thermometern enthalten, entsteht bei der Kohleverbrennung und wird vor allem beim Goldabbau in Afrika oder Südamerika eingesetzt - es geht um Quecksilber.

Das Problem: Es gehört zu den gefährlichsten Giftstoffen überhaupt. Deshalb beraten gerade in Japan 140 Länder auf einer Konferenz die UNO-Quecksilber-Konvention. Sie soll den Einsatz von Quecksilber weltweit zurückdrängen. Die Konferenz findet in Minamata statt. Dort wurden in den 1950er Jahren tausende Menschen mit Quecksilber verseucht, weil ein Chemiekonzern sein Abwasser in die Bucht geleitet hatte. Tausende Menschen litten daraufhin an Kopf- und Gliederschmerzen, Lähmungen aber auch an Organ- und Nervenschäden. Viele von ihnen starben an den Folgen.

In Europa wird die UNO-Quecksilberkonvention nur wenig ändern, hier gelten schon strenge Regeln. Wichtig ist vor allem, dass sich Länder wie China oder Indien, aber auch afrikanische und südamerikanische Länder verpflichten, die Quecksilberemissionen zu reduzieren.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)